Periphere Nervenkompressionssyndrome

Periphere Nervenkompressionsyndrome nehmen eine Sonderposition unseres Behandlungsspektrums ein. Nachfolgend sind die meisten Kompressionsyndrome aufgelistet.

Mit Abstand am häufigsten kommt das Carpaltunnelsyndrom vor. Hierbei kommt es zu einer recht eindeutigen Symptomatik mit einem typischerweise nächtlichen Einschlafen der ersten drei bis vier Finger. Häufig besteht die Symptomatik auch beim Radfahren oder anderen Tätigkeiten, bei denen das Handgelenk abgeknickt wird. Im weiteren Verlauf kann es zu Gefühlsstörungen der Fingerkuppen/Finger, zu einer Störung der Feinmotorik und zu Lähmungen kommen. Sollte der Nerv nicht operativ entlastet werden, wird es zu einem Muskelschwund kommen.

Periphere Nervenkompressionsyndrome an der oberen Extremität

  • Carpaltunnelsyndrom
  • Sulcus ulnaris Syndrom (Ulnaris Rinnen Syndrom, Cubitaltunnel Syndrom)
  • Loge de Guyon Syndrom
  • Cheiralgia parästhetica (Wartenberg Syndrom)
  • Supinator Logen Syndrom (Supinatortunnel Syndrom, Radialistunnel Syndrom)
  • Pronator teres Syndrom
  • Incisura scapulae Syndrom (N. suprascapularis Syndrom)
  • Nerventumore

Periphere Nervenkompressionsyndrome an der unteren Extremität

  • Meralgia parästhetica
  • Peronaeus Kompressionssyndrom
  • Infrapatellaris Kompressionssyndrom
  • hinteres Tarsaltunnelsyndrom
  • vorderes Tarsaltunnelsyndrom
  • Morton Neurom (Morton Metatarsalgie)
  • Piriformissyndrom
  • Nerventumore

In den letzten Jahren haben wir im Durchschnitt 150 - 175 Operationen pro Jahr an peripheren Nerven erfolgreich durchgeführt. Die meisten Operationen konnten ambulant in einer örtlichen Betäubung durchgeführt werden. Ein stationärer Aufenthalt und eine Vollnarkose sind nur in Ausnahmen notwendig.