invasive Schmerztherapie

Wir führen verschiedene lokale Infiltrationen an der Wirbelsäule durch. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine schmerztherapeutische Behandlung, gleichzeitig erfolgt auch eine segmentale Diagnostik.

Neurotomie des Ramus dorsalis (Vereisung) der schmerzversorgenden Fasern der Wirbelgelenke:

Ausschaltung von Schmerzfasern (Destruktion) an der Wirbelsäule mit einer Kältesonde in örtlicher Anästhesie.

Peridurale (PDT) Infiltrationen an der LWS:

Infiltrationen in den Spinalkanal zur Behandlung des Nerven direkten am Ort der Reizung mit einem lokalem Betäubungsmittel.

Periradikuläre (PRT) Infiltrationen an HWS und LWS:

Infiltrationen an den Nerv außerhalb des Spinalkanals mit einem Corticoid und lokalem Betäubungsmittel

ACHTUNG! seit 2013 werden von den gesetzlichen Krankenkassen Cortison Infiltrationen an Wirbelsäulennerven (PDT, PRT) nicht mehr bezahlt. Auf Wunsch können Cortison Infiltrationen als IGeL Leistung aber weiterhin durchgeführt werden. Sprechen Sie hierfür Ihren Arzt an. Er wird Ihnen die Gründe erläutern und Sie über anfallende Kosten aufklären.

Durch ein Cortisondepot bei der PDT oder PRT wird ein Abschwellen der Nervenwurzel und eine Entzündungshemmung bewirkt. Hierdurch entsteht wieder etwas mehr Platz für den Nerven im Spinalkanal und Neuroforamen (Nervenaustrittsloch aus dem Wirbelkanal). Der Körper gewinnt somit Zeit, Abbau- und Reparaturmechanismen in Gang zu setzen.

Facetteninfiltration an HWS, BWS und LWS:

Lokale Infiltrationen an den kleinen Wirbelgelenken (Facettengelenken) mit einem lokalem Betäubungsmittel.

ISG-Infiltrationen:

Wie bei den Facetteninfiltrationen zur Behandlung von schmerzhaften Zuständen des Sakralgelenkes (= Gelenk zwischen Kreuzbein und Becken)

Nervenblockaden:

Blockade eines peripheren Nerven zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken.

 

Alle Infiltrationen werden unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Die Infiltrationen an die Wirbelsäule werden alle mit einem mobilen Röntgengerät (Bildwandler) an ihren Bestimmungsort navigiert, so dass eine höchste Präzision und Sicherheit gewährleistet ist. CT gesteuerte PRTs sind zu Lasten der Gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr zulässig. In Ausnahmen können sie durch einen Schmerztherapeuten in Auftrag gegeben werden